Heinrich Kirchner im Museum Lothar Fischer

„Die Skulptur steht doch hinter der Stadtbibliothek im Stadtpark“, ertönte es von einer Schülerin. Heinrich Kirchner, vom Abbild zum Sinnbild – seine Werke durften die Schülerinnen der Klasse 6f zusammen mit ihrer Kunstlehrerin Frau Ahrens im nahe gelegenen Museum Lothar Fischer bestaunen. Herr Kirchner, der 1902 in Erlangen geboren ist, war Professor an der Akademie der Bildenden Künste in München und Lothar Fischers Lehrer.

Einer breiten Öffentlichkeit ist der Bildhauer heute vor allem durch seine Plastiken im öffentlichen Raum bzw. durch den Skulpturengarten am Erlangener Burgberg bekannt.

Die Überblicksausstellung präsentiert circa 50 Werke aus unterschiedlichen Schaffensphasen sowie bedeutende Modelle für späte Großplastiken in Bronze. Dabei wird deutlich, wie sich die Werke des Bildhauers stetig von der Abbildhaftigkeit entfernt haben. Um die Aussagekraft seiner Arbeiten zu steigern, entwickelte er eine immer einfachere, abstraktere und intensivere Formensprache. So haben die Schülerinnen besonders Gefallen an den lustigen Eierfiguren gefunden, die mit ihren einladenden Bewegungen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Nach dieser informativen und spannenden Werkschau durften die Schülerinnen selbst aktiv werden und sie gestalteten wunderschöne Werke mittels eines Prägedrucks. Dabei war es wichtig, Bewegung darzustellen.

Sandra Ahrens