Austausch mit Flüchtlingen fördert Toleranz und Respekt

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Hautnah mit der Flüchtlingsproblematik in Berührung kamen die Klasse 10 d und die Ethikgruppe der 5. und 6. Klassen, denn gleich neun Flüchtlinge aus dem Irak und aus Syrien kamen auf Einladung von Frau Schneider und Frau Kroiß an unsere Schule, um über die Lebensumstände, die sie veranlassten ihre Heimat zu verlassen, und ihren Weg in unser Land zu berichten. Möglich war der Austausch deshalb, weil der Iraker Mustafa K. wirklich gut Englisch spricht und als Übersetzer für die anderen Besucher fungierte. Zuerst zeigte er selber Fotos aus seiner Heimat, dem Nordirak, und erzählte, dass für ihn die politische Unterdrückung, die sich in täglicher Gewalt äußerte, der Hauptgrund war, seine Familie zu verlassen. Anschließend stellte er sich den Fragen der Mädchen.  

 

Dabei wurde für die Ethikschülerinnen das Wichtigste von Frau Kroiß übersetzt. Die 10. Klasse hatte mit Frau Schneider auch Fragen vorbereitet und zeigte großes Interesse an den Zukunftsplänen der Flüchtlinge, die alle stolz ihre ersten Deutschkenntnisse präsentierten und sich schon in unserer Sprache vorstellen konnten.

Am Schluss setzten sich die Iraker und Syrer noch in Gruppen zu den Mädchen und da trauten sich dann auch die Jüngeren konkrete Fragen zu stellen. Einer der Flüchtlinge sprach relativ gut Türkisch und die türkischstämmigen Mädchen konnten hier ihre Fähigkeiten nutzen, indem sie ihn ausfragten und Fragen ihrer Mitschülerinnen übersetzten.

Obwohl die Aktion aufgrund der sprachlichen Hürden einiges an Improvisation verlangte, haben unsere Schülerinnen mit Sicherheit von der Begegnung profitiert und in einem nachträglichen Gespräch konnte man auch feststellen, dass viele von ihnen deutlich mehr Respekt vor der Entscheidung der Asylsuchenden haben und die Beweggründe jetzt besser verstehen können.