Moscheebesuch erweitert den Horizont

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Die Ethikgruppe der 5. und 6. Klassen machte sich zusammen mit Frau Kroiß bei strömendem Regen auf in die Neumarkter Moschee. Das bedeutete einen halbstündigen Fußmarsch, aber der Weg hatte sich gelohnt. Frau Demir, die Mutter einer Ethikschülerin, erklärte uns, wofür die einzelnen Räume in der erst 2015 fertig gestellten Moschee da sind, welches Ritual man durchführen muss, bevor man den Gebetsraum betreten darf und wie eine Gebetsstunde abläuft.

So ziehen Moslems (und wir auch aus Gründen des Anstands) bevor sie den Gebetsraum betreten, ihre Schuhe aus, und zwar den rechten vor dem linken. Fünf Mal am Tag ist ein gläubiger Muslim zu Gebet aufgerufen. Der Imam der islamischen Gemeinde war auch vor Ort und machte den Mädchen vor, wie er die Gläubigen zum Gebet ruft. Er erklärte einige Besonderheiten in der Moschee.

Beiden war es ein Anliegen deutlich zu machen, dass der Islam eine friedfertige Religion ist und dass andere Religionen wie das Christentum oder das Judentum respektiert werden. Sie distanzierten sich damit von den radikalen Islamisten sehr eindeutig.

Genau darum ging es bei diesem Unterrichtsgang: Toleranz und Respekt Andersdenkenden und Andersgläubigen gegenüber zu zeigen, denn jeder kann in Deutschland seine Religion frei ausüben und das soll auch so bleiben, weil es ein wichtiges demokratisches Prinzip ist.