Gemeinsam gegen Cybermobbing - Bruno Lux gab Tipps zum richtigen Umgang mit Sozialen Medien

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Am Vormittag für die Schülerinnen und am Abend für die Eltern und Lehrkräfte referierte Internet-Experte Bruno Lux zum Thema „Jugendliche in den Sozialen Medien“. Der ehemalige Gymnasiallehrer und pensionierte Leiter der Schulberatungsstelle in Landshut ging auf die Bedeutung von digitalen Medien für Kinder und Jugendliche ein. Er betonte, dass das Web 2.0, das Mitmachnetz, viel Positives biete: Unterhaltung, Möglichkeiten zur Selbstdarstellung, Informationen und Vernetzung mit anderen. Doch dieser „grüne Bereich“, wie Lux ihn bezeichnete, werde verlassen, „sobald jemand das Urheberrecht oder das Persönlichkeitsrecht anderer verletzt und sich dadurch strafbar macht“. Bruno Lux informierte dabei nicht nur über aktuell beliebte Apps, Spiele und Programme, sondern illustrierte mithilfe zahlreicher Beispiele aus seiner eigenen Praxis, welche straf- und zivilrechtlichen Folgen mögliche Rechtsverletzungen haben und in welchem Rahmen disziplinarische Maßnahmen von Seiten der Schule bei Vergehen ergriffen werden können. Am Abend stand zudem der Aspekt der Prävention im Mittelpunkt. Lux sieht es als unabdingbar an, den jungen Leuten auch die dunklen Seiten zu verdeutlichen, beispielsweise das Cyber-Mobbing. Die schnelle Verbreitung von Bildern, Beleidigungen und Drohungen über soziale Netzwerke verleihe dieser Art von Gewalt nämlich eine ungeheure Wucht. Den Eltern und Lehrern wurde eine Reihe von Informationsquellen und Ansprechpartnern vorgestellt, die Betroffene in Anspruch nehmen können. Am Ende seiner Vorträge unterstrich Bruno Lux, dass die beste Prävention das vertrauensvolle Verhältnis zwischen den Kindern und Jugendlichen und ihren erwachsenen Bezugspersonen sei. (B. Blaser)