Klasse 5 d in der Jugendherberge auf Burg Rothenfels

Einmal auf einer Burg leben, sich fühlen wie ein Burgfräulein und eintauchen in das mittelalterliche Leben? Für die Klasse 5 d der Mädchenrealschule ist das kein unerfüllter Traum mehr: Drei Tage lang haben 25 Mädchen der Klasse mit ihren Lehrern Frau Raum und Herrn Kirchberger auf der Burg Rothenfels am Main in der dortigen Jugendherberge verbracht.

Gleich nach der Ankunft erkundeten die Mädchen auf eigene Faust in einer Burgrallye die 1150 durch den fränkischen Adeligen Marquard II. von Grumbach gegründete Burg. Am Abend durften sie dann bei einer offiziellen Burgführung hinter alle verschlossenen Türen des altehrwürdigen Gemäuers blicken und vom Burgfried aus einen beeindruckenden Blick in die weitläufige Abenddämmerung werfen.

 

Highlights der Tage in der Jugendherberge waren drei Bildungsangebote, die die Klasse 5 d eifrig nutzte. Zunächst durften die Mädchen im Workshop „HEILKRÄUTER – Natur-Power für Körper, Geist und Seele“ gemeinsam mit einer ausgebildeten Pflanzenexpertin auf Wiesen, Wald- und Wegesrändern so manches Heilkraut einsammeln und seine Wirkung – überliefert von Hildegard von Bingen oder den „Kräuterpfarrern“ Kneipp und Künzle – erfahren. Gemeinsam wurden im Anschluss an die Führung Kräuter-Smoothies gemixt und verkostet. Lecker!

 

Handwerklich wurde es beim Bau einer eigenen Flöte. In der Burgwerkstatt fertigten die Mädels unter fachkundiger Anleitung aus Bambusröhren Flöten an – bohren, schleifen und feilen stand auf dem Stundenplan – und probierten diese mit Hilfe einer Musikpädagogin nach der Fertigung sofort aus. Und siehe da: Es war für viele Schülerinnen gar kein Hexenwerk, ihrer eigenen Flöte wohlklingende Töne zu entlocken, wenngleich das für die eine oder andere fleißige Übungsarbeit bedeutete. Auch die Lehrkräfte übten sich, scheiterten aber mehr oder weniger an seltenen Exemplaren von „Geisterflöten“ …

 

Den Höhepunkt der Klassenfahrt bildete der Besuch beim Imker. Beim Frühstück war frisch geschleuderter Blütenhonig von der Gruppe verkostet worden – am Nachmittag des zweiten Tages stand der Besuch der Bienenvölker, die diesen Honig in den letzten Wochen aus Nektar produziert hatten, auf dem Plan. Nach einer Wanderung zum Bienenstandort gab’s eine theoretische Einführung in die Welt der Bienen: Wer oder was sind Weiseln und Drohnen? Wie lange lebt eine Biene? Wie kommt der Imker eigentlich an den leckeren Bienenhonig, ohne gestochen zu werden?

 

Viele Fragen und Antworten später ging’s dann ans Eingemachte: Ohne Schleier, Handschuhe oder sonstigen Stichschutz wagten sich Imker, Klasse und Lehrer mit nur ein wenig Rauch aus dem Smoker an die Bienenvölker, um ausgiebige Blicke ins Innere der Bienenkästen zu werfen. Brut- wurden von Honigwaben unterschieden, schlüpfende Jungbienen beobachtet und Drohnen auf ihren ersten Flug gebracht – Eindrücke, die sich tief in die Köpfe der Fünftklässerinnen einbrannten. Zum Abschied gab’s für alle noch ein Stück Wabenhonig frisch aus dem Bienenvolk zum Naschen.

 

Am Ende waren die drei Tage natürlich viel zu schnell vorbeigegangen und so manche der jungen Damen träumte bei der Heimfahrt von einer erfolgreichen Karriere als Prinzessin …

(G. Kirchberger)

 

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